Diakoniestation spendet 10.000 Euro an die Caritas-Sozialstation in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Die Personen von links nach rechts:
Rene Bergow, Bereichsleiter der Caritas-Sozialstation, Anja Kniel, stv. Pflegedienstleitung, Werner Hahl, Vorstandsvorsitzender der Diakoniestation Lampertheim, Richard Stahl, Geschäftsführer des Caritasverbandes, Uta Herwig, Geschäftsführerin der Diakoniestation Lampertheim und Martina Seelinger, Vorsitzende des Vorstands der Diakoniestiftung

Bei einem Besuch der Caritas-Sozialstation in Bad Neuenahr-Ahrweiler hat eine Delegation der Lampertheimer Diakoniestation unter der Leitung des Vorstandsvorsitzenden Werner Hahl jetzt eine Spende in Höhe von 10.000 € und zahlreiche Sachspenden überreicht. Damit soll die ambulante Versorgung der Menschen an der Ahr unterstützt werden.

Vorangegangen war die unbürokratische Entscheidung der Vorstandsmitglieder der Diakoniestiftung Lampertheim, der dortigen Sozialstation und den von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen an der Ahr zu helfen.

Die Abordnung aus Lampertheim mit Werner Hahl, Martina Seelinger, Vorsitzende des Vorstands der Diakoniestiftung, und Uta Herwig, Geschäftsführerin der Diakoniestation, wurde am 04.08.2021 im Krisengebiet empfangen. Begrüßt wurden die Lampertheimer von Richard Stahl, dem Geschäftsführer des Caritas-Verbandes Rhein-Mosel Ahr, und leitenden Mitarbeitern. Dabei berichtete der Geschäftsführer über das ganze Ausmaß der Verwüstungen. Mehr als 100 Patienten der Sozialstation, die gewöhnlich etwa 350 Patienten versorgt, hätten ihr Haus verloren und besäßen nichts mehr. Hier sorge die Station in Ahrweiler dafür, dass Angehörige die Betroffenen zu sich nehmen. Sie besorge auch Notunterkünfte für die, die alles verloren haben. Er bedankte sich für die großzügige Geldspende und die vielen Sachmittel.

Da sich die Anzahl der zu Versorgenden stark reduziert habe, helfen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der ambulanten Versorgung, dass auch Menschen, die nicht unbedingt pflegebedürftig, aber allein sind, Unterstützung erhalten: sei es, dass eine warme Mahlzeit gebracht wird, denn es gibt weder Wasser noch Strom oder Gas, und sie helfen den Menschen in die mobilen Duschcontainer. Genau für diese Unterstützung werden die Gelder der Diakoniestation eingesetzt werden. Bereits im Vorfeld hatte das Team der Diakoniestation in Lampertheim Babynahrung und -windeln sowie Hygieneartikel für Seniorinnen und Senioren gesammelt und über das Rote Kreuz, OG Dirmstein, in das Katastrophengebiet geschickt.

Sybille Fath, stellvertretende Vorsitzende der Diakoniestiftung, hatte ein großes Hilfspaket mit Mitteln des täglichen Bedarfs zusammengestellt, das ebenfalls von der Lampertheimer Abordnung übergeben werden konnte. Die Hilfsbereitschaft, mitanzupacken und zu unterstützen sei immens, berichtet Richard Stahl. Die von überall herkommenden Helferinnen und Helfer werden von privaten Organisationen koordiniert und eingesetzt. Dennoch liege die größte Herausforderung noch vor ihnen: da tausende von Häusern unbewohnbar geworden seien, würden viele Menschen aus der Region fortziehen. Dadurch werde sich das Sozialgefüge merklich verändern. Eine bisher zum Beispiel mit 5 Gruppen geführter Kindertagesstätte könne nicht mehr in dieser Größe angeboten werden.

Viele Menschen hätten nicht nur ihr Hab und Gut, sondern teilweise auch das soziale Netzwerk verloren. Hier sieht Richard Stahl eine besondere Herausforderung der psychosozialen Betreuung des Caritasverbandes. Die Stiftungsvorstandsvorsitzende, Frau Seelinger, zeigte sich beeindruckt von der großen Hilfsbereitschaft der Hilfsorganisationen und dankte Herrn Stahl für die ausführlichen Informationen. Der Einsatz der Spende der Stiftung, nämlich die Betroffenen direkt zu unterstützen, sei ein großes Anliegen der Stiftung.

Werner Hahl, Vorstandsvorsitzender der Diakoniestation, bedankte sich bei den Kollegen der Sozialstation und äußerte die Bitte, dass der Kontakt zwischen den Ambulanten Diensten in Bad Neuenahr-Ahrweiler und Lampertheim auch nach Bewältigung der sichtbaren Schäden bestehen bleibe. Er sei sich sicher, dass der kollegiale Austausch für beide Dienste Vorteile bringe.